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Rassetypisch oder Qualzucht: das brachycephale Syndrom

Aktualisiert: 4. Apr. 2023

Interview mit Dr. Zambiasi über das brachycephale-Syndrom bei Hunden im Rahmen des Tiermagazins Pluto im Rai Sender Bozen (ab Minute 1:58)




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Bei einem brachycephalen Tier ist der Kopf breiter und kürzer als bei einem Tier mit normal geformten Schädel.


Wegen ihres Aussehens finden brachycephale Rassen wie französische, englische und amerikanische Bulldoggen, Möpse, Pekinesen ( um nur einige Rassen zu nennen) hohen Anklang. Leider aber führt die Verkürzung des Schädels zu massiven Problemen, welche unterschiedlich stark ausgeprägt sein können.


Für diese Tiere kann ein völlig normaler Spaziergang schon zu Sauerstoffmangel und Atemnot führen. Außerdem brauchen Hunde ihre Nase nicht nur zum Riechen und Atmen, sondern auch, um die Temperatur zu regulieren.


60 bis 70% aller Bullies und Möpse haben deutlich hörbare Atemgeräusche wie Schnarchen, Röcheln, Grunzen und Japsen. Hervorgerufen durch zu enge Nasenlöcher, abnorme Nasenmuschel, zu langes Gaumensegel, sowie Trachealkollaps. 

Foto: Shutterstock


Weitere Probleme sind Hautentzündungen durch abnorme Faltenbildung, orthopädische Probleme, Fehlbildungen an der Wirbelsäule, Luxation der Kniescheibe, Zahnfehlstellungen und Geburtsprobleme. Ein Großteil der brachycephalen Hunde wird mittels Kaiserschnitt geboren.

Die Züchter sollten erkennen, dass röchelnde schwer atmende Hunde nicht süß und rassetypisch, sondern krank sind, dass man dringend umzüchten und umdenken muss.


Foto: www.mein-haustier.de


Es sollten nur mehr Hunde zur Zucht zugelassen werden, die keine körperliche Einschränkungen aufweisen.


Die Verantwortung liegt bei den Tierärzten, die Symptome zu erkennen und anzusprechen, damit sich die zukünftigen Besitzer vor dem Kauf genauestens erkundigen können.


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